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Mittwoch, 1. April 2015

Kindesetymologie


Deutsch

Kin­desety­mo­lo­gie ist der Grund dafür, dass Kin­der fra­gen, warum der Bett­ler kei­ne Bet­ten macht oder ob der Tun­fisch ir­gen­det­was tut. Des Wei­te­ren sorgt sie dafür, dass Kin­der Geländer zu Ge­lehn-da (weil man sich dar­an lehnt) oder Man­drill-Af­fe zu Mann-Brüll-Af­fe (weil er so brüllt) um­for­men.1 Und wo wir ge­ra­de bei Af­fen sind, kommt noch ein Ge­dicht zum The­ma:2
Kindesetymologie von Tilly Dö

Es kam des Wegs ein Orang-Utan
Und fragte einen Malerg’sell:
„Warum hast du einen Hut an?“
Der bestrich sogleich sein Fell
Und berichtigte mit „auf“
Den Cyan-Utan kurz darauf.

Nachtrag vom 02.01.2017:
War einmal ein Malerg’sell,
Der malte, malte sehr, sehr schnell,
Malte, bis der Pinsel brach
Und ihm in die Ader stach.

1Al­le Bei­spie­le sind ent­nom­men aus: Cla­ra und Wil­liam Stern. Die Kin­der­spra­che. Ei­ne psy­cho­lo­gi­sche und sprach­theo­re­ti­sche Un­ter­su­chung. Рипол Классик, 1922. Ka­pi­tel Kin­desety­mo­lo­gie.
2Warum Orang-Ut­ans oran­ge sind3, kann man dort nach­le­sen: Mick O’ Ha­re. Why are Oran­gu­t­ans Oran­ge? Science puzz­les in pic­tu­res - with fa­s­ci­na­ting ans­wers. Pro­fi­le Books, 2011. Don’t call me gin­ger.
3Das Orang- in Orang-Utan hat übri­gens ety­mo­lo­gisch ge­se­hen nichts mit oran­ge zu tun. Orang (h)utan ist Ma­lai­isch und be­deu­tet Wald­mensch, vgl. Du­den.

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