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Samstag, 27. Juni 2015

200ster Beitrag


Deutsch

Anläss­lich zu mei­nem 200s­ten Bei­tra­ge gibt es wie­der­mal ein paar Sta­tis­ti­ken. Das bie­tet sich an, da ich die Pro­z­ent­zah­len bei Be­trach­tun­gen zu mei­nen Bei­trägen dann nur mal zwei neh­men muss, um auf die ent­spre­chen­den ab­so­lu­ten Zah­len zu kom­men.

Themen
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Deutsch89,0%
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Chinesisch8,0%
Sonstige[1]2,0%


Die Ver­tei­lung der be­lieb­tes­ten Bei­träge in ab­so­lu­ten und re­la­ti­ven Zah­len (ge­rech­net auf die Sei­ten­auf­ru­fe[2]) wird in der fol­gen­den Ta­bel­le dar­ge­stellt.

Beiträge[3]
Top-13302,0%
Top-22801,7%
Top-32781,7%
Top-41761,1%
Top-51530,9%


Die Kom­men­ta­re ha­ben es dies­mal so­gar auf über 200 ge­schafft. Es kommt hier ei­ne Ver­tei­lung der Kom­men­ta­re in ab­so­lu­ten und re­la­ti­ven Zah­len.

Kommentare
Person 14119,2%
Person 2115,2%
Person 383,8%
Ich9243,2%
Anonym5224,4%
Andere94,2%


Die Her­kunftsländer mei­ner Blo­gle­ser möchte ich natürlich auch nicht ge­heim hal­ten.

Land u. Seitenaufrufe in 100 u. %
Deutschland11368
USA2515
Ukraine53
Frankreich42
Rest1912

[1]Sonstige: Antikisch, Japanisch, Unas-Sprache
[1]Stand 27.06.2015: 16.626 Seitenaufrufe
[3]Die beliebtesten/meistgelesenen 10 Beiträge (die Top-10 bzw. die Top-5%) machen 10% der Seitenaufrufe aus.

Participial Quotient
 Partizipialquotient
 Participia Kvociento


EnglishDeutschEsperanto

In­tro­duc­tion

Par­ti­ciples are a very in­ter­st­ing part of speech. Be­cause they are in the middle of ad­ject­ives and verbs they have nom­in­al prop­er­ties (case, num­ber, gender) equally as verbal prop­er­ties (tense, voice). Here comes a little idea about clas­si­fy lan­guages by their par­ti­ciples.

Tenses and voices

Ini­tially the terms tense and voice have to be defined. Both are verb cat­egor­ies. A verb form can only have one spe­cif­ic tense and one spe­cif­ic voice. In Eng­lish there are six tenses (past per­fect, simple past, present per­fect, simple present, fu­ture, fu­ture per­fect) and two voices (act­ive, pass­ive). In some lit­er­at­ure there are listened only three of them (past, present, fu­ture) as tenses, which can have two dif­fer­ent as­pects (simple, per­fect), but for now we will con­ceive them all as tenses. The clas­si­fic­a­tion of the voices is also not clear. In Eng­lish you can sub­clas­si­fy the pass­ive voice in­to stat­ic and dy­nam­ic pass­ive, but we will con­ceive them just as pass­ive.

Par­ti­ciples

A par­ti­ciple is an in­fin­ite verb form. It is not in­flec­ted by any verb cat­egory, but it has some verbal prop­er­ties. Par­ti­ciples have a tense and a voice prop­erty. There­fore there are |{tenses}×{voices}| the­or­et­ic­al par­ti­cipi­al con­struc­tions pos­sible in a lan­guage. But in fact there is not for every pos­sible con­struc­tion a form. In Eng­lish there are just two par­ti­ciples (present par­ti­ciple, past par­ti­ciple). Ger­und­ive forms are sim­il­ar to a fu­ture par­ti­ciple, but they won’t be in­cluded here.

Par­ti­cipi­al quo­tient

We now define the par­ti­cipi­al quo­tient (PQ) as

PQ=|{participles}|
|{tenses}×{voices}|
. So for Eng­lish we get a PQ of 2/(6*2)=1/6=0.2.

Mor­pho­lo­gic­al vs. com­posed forms

Why is beat­ing a par­ti­ciple, but not hav­ing beaten? Be­cause it is a com­posed form, which uses an aux­il­ary verb. So maybe we should let the non-mor­pho­lo­gic­al verb forms un­noted. Let’s say that PQ* just deals with 2/(2*1)=1.0. You can see the prob­lem here: We have a pass­ive par­ti­ciple, but do not deal with the pass­ive voice, be­cause it is a com­posed form. Be­cause of that the PQ* could be lar­ger than 1.0 which is not a good qual­ity for a quo­tient. We could just re­duce the tenses, then we would have PQ* as 2/(2*2)=0.5. An im­port­ant ar­gu­ment is that com­posed tenses and voices are al­ways com­posed out of one par­ti­ciple and at least one aux­il­i­ary verb. And that is a very im­port­ant reas­on for why lan­guages even have par­ti­ciples. So we will go on with PQ (without as­ter­isk).

Some data

Here is a table with dif­fer­ent lan­guages and their par­ti­ciples.


{tenses}
Esperanto
(epo)
Old Greek
(grc)
Latin
(lat)
Na’vi
(art)
English
(eng)
German
(deu)
composed:nonononoyesyes
future perfect X X X
future {A,P} {A,M,P} {A}
near future X X X X X
simple present {A,P} {A,M,P} {A} {A} {A} {A}
aorist X {A,M,P} X X X X
present perfect X {A,M,P} {P} X {P} {P}
near past X X X X X
simple past {A,P} {P}
past perfect X X
{voices} {A,P} {A,M,P} {A,P} {A,P} {A,P} {A,R,P}
PQ6/(3*2)
=1.00
12/(6*3)
=0.67
3/(6*2)
=0.25
2/(5*2)
=0.20
2/(6*2)
=0.17
2/(6*3)
=0.11
 X: tense does not ex­ist; ∅: empty set; A: act­ive voice; R: re­flex­ive voice; M: middle voice; P: pass­ive voice

Con­clu­sion

You can say that lan­guages with com­posed forms (Eng­lish, Ger­man) are not able to get a high PQ, be­cause therein are only un­com­posed par­ti­ciples. Con­struc­ted lan­guages (Es­per­anto, Na’vi) can have very dif­fer­ent PQs. And lan­guages without com­posed verb forms (Old Greek, Lat­in) tend to have a high­er PQ (which is lo­gic for the same reas­on as lan­guages with com­posed forms have a lower PQ).


Ein­lei­tung

Par­ti­zi­pi­en bil­den ei­ne sehr in­ter­essan­te Wort­art. Da sie zwi­schen Ad­jek­ti­ven und Ver­ben ste­hen, be­sit­zen sie No­mi­na­lei­gen­schaf­ten (Ka­sus, Nu­me­rus, Ge­nus) gleich­wie Ver­ba­lei­gen­schaf­ten (Tem­pus, Ge­nus ver­bi). Es folgt ei­ne kur­z­er Ge­dan­ken­gang zur Ein­tei­lung von Spra­chen nach ih­ren Par­ti­zi­pi­en.

Tem­po­ra und Ge­ne­ra ver­bi

Zu­al­ler­erst müssen die Be­grif­fe Tem­pus und Ge­nus ver­bi de­fi­niert wer­den. Bei­de sind Ver­b­ka­te­go­ri­en. Ei­ne Ver­b­form kann nur ein spe­zi­fi­sches Tem­pus und ein spe­zi­fi­sches Ge­nus ver­bi be­sit­zen. Im Deut­schen gibt es sechs Tem­po­ra (Plus­quam­per­fekt, Präte­ri­tum, Per­fekt, Präsens, Fu­tur I, Fu­tur II) und drei Ge­ne­ra ver­bi (Ak­tiv, Re­fle­xiv, Pas­siv). In ei­ni­ger Li­te­ra­tur sind nur drei von ih­nen (Präte­ri­tum, Präsens, Fu­tur) als Tem­po­ra auf­ge­lis­tet, wel­che zwei ver­schie­de­ne Aspek­te (im­per­fek­tiv, per­fek­tiv) ha­ben können, aber fürs Ers­te wol­len wir sie al­le als Tem­po­ra be­trach­ten. Die Ein­tei­lung der Ge­ne­ra ver­bi ist auch nicht klar. Im Deut­schen kann man das Pas­siv in Zu­stands-, Vor­gangs- und Re­zi­pi­en­ten­pas­siv un­ter­tei­len, aber wir wol­len sie nur als Pas­siv be­trach­ten.

Par­ti­zi­pi­en

Ein Par­ti­zip ist ei­ne in­fi­ni­te Ver­b­form. Es wird nicht nach ir­gend­ei­ner Ver­b­ka­te­go­rie ge­beugt, aber es hat ei­ni­ge Ver­ba­lei­gen­schaf­ten. Par­ti­zi­pi­en ha­ben ei­ne Tem­po­ra- und ei­ne Ge­nus-ver­bi-Ei­gen­schaft. Dem­nach sind |{Tempora}×{Genera verbi}| theo­re­ti­sche Par­ti­zi­pi­al­kon­struk­tio­nen in ei­ner Spra­che möglich. Aber in Wirk­lich­keit gibt es nicht für je­de mögli­che Kon­struk­ti­on ei­ne Form. Im Deut­schen gibt es nur zwei Par­ti­zi­pi­en (Par­ti­zip Präsens Ak­tiv, Par­ti­zip Per­fekt Pas­siv). Ge­run­div­for­men sind ei­nem Fu­tur­par­ti­zip ähn­lich, aber wer­den hier nicht be­trach­tet.

Par­ti­zi­pial­quo­ti­ent

Wir de­fi­nie­ren nun den Par­ti­zi­pial­quo­ti­en­ten (PQ) als

PQ=|{Partizipien}|
|{Tempora}×{Genera verbi}|
. Al­so be­kom­men wir für Deutsch einen PQ von 2/(6*3)=1/9=0,1.

Mor­pho­lo­gi­sche vs. zu­sam­men­ge­setz­te For­men

Warum ist schla­gend ein Par­ti­zip, aber ge­schla­gen ha­bend nicht? Weil es ei­ne zu­sam­men­ge­setz­te Form ist, wel­che ein Hilfs­verb be­nutzt. Dem­nach soll­ten wir viel­leicht die nicht­mor­pho­lo­gi­schen Ver­b­for­men un­be­ach­tet las­sen. sa­gen wir, dass PQ* nur wie folgt ist: 2/(2*1)=1,0. Man kann das Pro­blem da­bei er­ken­nen: Wir ha­ben ein Pas­siv­par­ti­zip, aber las­sen das Pas­siv außer Acht, weil es ei­ne zu­sam­men­ge­setz­te Form ist. Des­halb könn­te der PQ* größer als 1,0 wer­den, was kei­ne gu­te Ei­gen­schaft ei­nes Quo­ti­en­ten ist. Wir könn­ten nur die Tem­po­ra re­du­zie­ren, dann ergäbe sich PQ* als 2/(2*2)=0,5. Ein wich­ti­ges Ar­gu­ment ist, dass zu­sam­men­ge­setz­te Tem­po­ra und Ge­ne­ra ver­bi im­mer aus ei­nem Par­ti­zip und min­des­tens ei­nem Hilfs­verb be­ste­hen. Und das ist ein wich­ti­ger Grund dafür, dass Spra­chen über­haupt Par­ti­zi­pi­en ha­ben. Wir ma­chen al­so mit PQ (oh­ne Stern­chen) wei­ter.

Ein paar Da­ten

Hier ist ei­ne Ta­bel­le mit ver­schie­de­nen Spra­chen und ih­ren Par­ti­zi­pi­en.


{Tempora}
Esperanto
(epo)
Altgriechisch
(grc)
Latein
(lat)
Na’vi
(art)
Englisch
(eng)
Deutsch
(deu)
zusammengesetzt:neinneinneinneinjaja
Futur II X X X
Futur I {A,P} {A,M,P} {A}
Nahes Zukunft X X X X X
Präsens {A,P} {A,M,P} {A} {A} {A} {A}
Aorist X {A,M,P} X X X X
Perfekt X {A,M,P} {P} X {P} {P}
Nahes Präteritum X X X X X
Präteritum {A,P} {P}
Plusquamperfekt X X
{Genera verbi} {A,P} {A,M,P} {A,P} {A,P} {A,P} {A,R,P}
PQ6/(3*2)
=1,00
12/(6*3)
=0,67
3/(6*2)
=0,25
2/(5*2)
=0,20
2/(6*2)
=0,17
2/(6*3)
=0,11
 X: Tem­pus ist nicht vor­han­den; ∅: lee­re Men­ge; A: Ak­tiv; R: Re­fle­xiv; M: Me­di­um; P: Pas­siv

Zu­sam­men­fas­sung

Man kann sa­gen, dass Spra­chen mit zu­sam­men­ge­setz­ten For­men (Eng­lisch, Deutsch) kei­nen ho­hen PQ er­rei­chen können, weil die­ser nur nicht­zu­sam­men­ge­setz­te Par­ti­zi­pi­en ein­be­zieht. Kon­stru­ier­te Spra­chen (Es­pe­ran­to, Na’vi) können sehr ver­schie­de­ne PQs ha­ben. Und Spra­chen oh­ne zu­sam­men­ge­setz­te Ver­b­for­men (Alt­grie­chisch, La­tein) ten­die­ren da­zu, einen höher­en PQ zu ha­ben (was aus dem­sel­ben Grund lo­gisch ist, warum Spra­chen mit zu­sam­men­ge­setz­ten For­men einen nied­ri­ge­ren PQ ha­ben).


Antaŭpa­rolo

Par­ti­cipoj es­tas tre in­teresa vor­to­speco. Ĉar ili es­tas inter ad­jek­tivoj kaj ver­boj, ili havas no­maj ecoj (kazo, nom­bro, genro) same kiel verbaj ecoj (tempo, voĉo). Sek­vas mal­granda ideo pri kla­sado de ling­voj per par­ti­cipoj.

Tem­poj kaj voĉoj

Totale unue la ter­minoj tempo kaj voĉo devas esti difi­nitaj. Ambaŭ es­tas verbaj ka­tego­rioj. Unu verba formo povas nur havi unun spe­cifan tem­pon kaj unun spe­cifan voĉon. En Es­pe­ranto es­tas tri tem­poj (preterito, prezenco, fu­turo) kaj du voĉoj (ak­tivo, pa­sivo).

Par­ti­cipoj

Par­ti­cipo es­tas ne­flek­sita verba formo. Oni ne povas fleksi ĝin pro verba ka­tegorio, sed ĝi havas kel­kajn ver­bajn ecojn. Par­ti­cipoj havas tem­pan kaj voĉan econ. Do es­tas teo­rie |{tempoj}×{voĉoj}| eblaj par­ti­cipaj kons­truoj en unu lingvo. Sed efek­tive ne ekzis­tas formo por ĉia ebla kons­truo. Es­pe­ranto havas ses par­ti­cipoj (por ĉia ebla kons­truo).

Par­ti­cipa kvo­ciento

Ni nun difinas la par­ti­cipan kvo­cienton (PK) kiel

PK=|{participoj}|
|{tempoj}×{voĉoj}|
. Do por Es­pe­ranto ni ekhavas PK kiel 6/(3*2)=1/1=1,0.

Mor­fo­lo­giaj kaj kun­metitaj for­moj kom­parataj

Ki­al batanta es­tas par­ti­cipo, sed ne ha­vanta ba­tita? Ĉar tio es­tas kun­metita formo, kio uzas helpan ver­bon. Do eble ni devus lasi ig­norataj la nemor­fo­lo­giajn ver­bajn for­mojn. Ni diru, ke PK* nur es­tas 6/(3*1)=2,0. Ni povas vidi la prob­le­mon ĉi tie: Ni havas pa­sivan par­ti­cipon, sed ig­no­ras pa­sivon, ĉar tio es­tas kun­metita formo. Tial la PK* povus esti pli mal­granda ol 1,0, kio ne es­tas bona kvalito de kvo­ciento. Ni povus re­dukti nur la tem­pojn, sed in Es­pe­ranto ne es­tas kun­metitaj tem­poj. Grava ar­gu­mento es­tas, ke kun­metitaj tem­poj kaj voĉoj ĉiam uzas par­ti­cipon kaj mi­ni­mume unun helpan ver­bon. Kaj tio es­tas tre grava kia­lo, ke ling­voj havas par­ti­cipojn. Do ni daŭri­gas kun PK (sen ste­leto).

Iom da datumoj

Ĉi tie es­tas ta­belo kun di­ver­saj ling­voj kaj iliaj par­ti­cipoj.


{tempoj}
Esperanto
(epo)
antikva greka
(grc)
latina
(lat)
na’via
(art)
angla
(eng)
germana
(deu)
kunmetita:nenenenejesjes
futuro perfekta X X X
futuro {A,P} {A,M,P} {A}
proksima futuro X X X X X
prezenco {A,P} {A,M,P} {A} {A} {A} {A}
aoristo X {A,M,P} X X X X
perfekto X {A,M,P} {P} X {P} {P}
proksima preteritoX X X X X
preterito {A,P} {P}
pluskvamperfekto X X
{voices} {A,P} {A,M,P} {A,P} {A,P} {A,P} {A,R,P}
PK6/(3*2)
=1,00
12/(6*3)
=0,67
3/(6*2)
=0,25
2/(5*2)
=0,20
2/(6*2)
=0,17
2/(6*3)
=0,11
 X: tempo ne ekzis­tas; ∅: mal­plena aro; A: ak­tivo; R: re­flek­sivo; M: mezo; P: pa­sivo

Re­sumo

Oni povas diri, ke ling­voj kun kun­metitaj for­moj (angla, ger­mana) ne povas ekhavi grandan PK-on, ĉar tio nur mal­igno­ras nekun­metitajn par­ti­cipojn. Kon­stru­itaj ling­voj (Es­pe­ranto, na’via) povas havi tre mal­samajn PK-ojn. Kaj ling­voj sen kun­metitaj verbaj for­moj (an­tik­va greka, la­tina) of­te havas pli grandan PK-on. (Ki­al same tio es­tas lo­gika, tial ling­voj kun kun­metitaj for­moj havas pli mal­grandan PK-on.)


Freitag, 19. Juni 2015

Mischmasch-Wirrwarr*


Deutsch

Wie aus Fröschen Schlösser wer­den

In ei­nem Ge­spräch über al­les Mögli­che, ka­men wir auf am­bi­ge Wörter zu spre­chen und ich nahm das deut­sche Wort Schloss mit sei­nen zwei Be­deu­tun­gen (Tür-)Schloss (1) und (Königs-)Schloss (2) so­fort als Bei­spiel her. Je­mand, der Rumänisch kann, merk­te an, dass es in die­ser Spra­che eben­falls ein Wort für Schloss (1), nämlich broască ge­be, wel­ches die Zweit­be­deu­tung Frosch trägt. Während man im Deut­schen noch einen va­gen Sinn­zu­sam­men­hang er­kennt, bleibt die­ser im Rumäni­schen aus. Was hat ein Schloss (1) mit ei­nem Fro­sche zu tun? Nichts­de­sto­trotz han­delt es sich, wie man Wiktio­na­ry ent­neh­men kann, um ein und das­sel­be sprach­ge­schicht­li­che Wort (was nicht bei al­len heut­zu­ta­ge glei­chen Wörtern der Fall ist) mit der Ori­gi­nalbe­deu­tung Frosch. Nimmt man Eng­lisch als Zwi­schen­spra­che hin­zu, kann man dank der Am­bi­guität von Schloss und broască fol­gen­de Über­set­zungs­ket­te her­beiführen: Frosch ↦ frog ↦ broască ↦ lock ↦ Schloss ↦ cast­le ↦ cas­tel. Oder ta­bel­la­risch dar­ge­stellt:

cast­leSchlosscas­tel
lockSchlossbroască
frogFroschbroască

Bur­gen auf Ber­gen

Wem die Ähn­lich­keit zwi­schen Bur­gen und Ber­gen schon ein­mal auf­ge­fal­len ist und wer sich ge­dacht hat, dass das was da­mit zu tun ha­ben könn­te, dass Bur­gen oft auf Ber­gen an­zu­fin­den sind, der hat natürlich recht. Denn bei­de ste­hen für Ge­bor­gen­heit bzw. ei­ne ber­gen­de Höhe. Al­ler­dings schützt die­se Höhe nur ge­gen Ge­fah­ren von un­ten; na­he mei­ner Hei­mat­stadt ste­hen auf drei Ber­gen drei Bur­gen (Rui­nen), wel­che al­le in der­sel­ben Nacht vom Blit­ze ge­trof­fen wur­den, sich in drei Leucht­feu­er ver­wan­del­ten und seit­dem die Drei Glei­chen heißen. Und wer Spaß an Vo­kal­wech­seln hat: barg, Berg, Gebirge, geborgen, Burg, bärge, bürgen sind al­le ver­wandt. Fällt je­man­dem was mit börg ein?

Sta­chel, Brom­bee­re, Kaul­quap­pe

Mor­pho­lo­gi­sche Ana­ly­sen sind ein­fach, wenn man Wörter wie Gar­ten­zaun oder Über­wa­chung hat, wel­che sich ganz klar in Gar­ten-Zaun und Über-wach-ung zer­le­gen las­sen. Schwie­ri­ger wird es bei den oben ge­nann­ten:

  • Sta­chel: Ei­ni­ge mei­nen, es ließe sich nicht wei­ter zer­le­gen, an­de­re (wie ich) hin­ge­gen neh­men fol­gen­de Zer­le­gung mit fol­gen­der Be­gründung vor: Stach-el, da stach der Präte­ri­tum­stamm von ste­chen und -el ein im Deut­schen gängi­ges Di­mi­nu­ti­vuf­fix (d. h. Ver­klei­ne­rungs­suf­fix) ist.
  • Brom­bee­re: Auch hier ist un­klar, ob man das wei­ter in Brom-Bee­re zer­le­gen kann, da es sich wohl we­der um ei­ne Ha­lo­gen­bee­re, noch um ei­ne Dra­chen­rei­ter­bee­re han­delt. Das Pro­blem hier ist, dass Brom in der Be­deu­tung Gins­ter im heu­ti­gen Deut­schen nicht mehr al­lei­ne vor­kommt. Da­her nennt man sol­che Wörter uni­ka­le Le­xe­me, weil sie zwar ein ein­zel­ner Be­stand­teil sind, aber nur noch an an­de­re Wörter ge­bun­den vor­kom­men.
  • Kaul­quap­pe: Hier dach­te ich auch erst, dass es sich bei Kaul- in Kaul-Quap­pe um ein uni­ka­les Le­xem han­delt. Al­ler­dings fie­len mir später die Quark-Kaul-¨chen ein und in der Tat han­delt es sich um ein und das­sel­be Wort: Kau­le be­deu­tet Ku­gel.

Chi­ne­si­sche Brücken

Das chi­ne­si­sche Zei­chen für Brücke ist 桥 qiáo. Um mir Zei­chen bes­ser mer­ken zu können, zer­le­ge ich sie meist in ih­re Kom­po­nen­ten und stel­le einen lo­gi­schen Zu­sam­men­hang her. Und so zer­leg­te ich 桥 qiáo in 木 (= Holz), 天 tiān (= Him­mel) und 介 jiè, da ei­ne Brücke früher aus Holz war, darüber der freie Him­mel liegt und 介 jiè aus­sieht wie ein Steg. Aber natürlich war das nicht ganz rich­tig. Die tra­di­tio­nel­le Ver­si­on von 桥 qiáo ist 橋 qiáo. Und die­ses Zei­chen be­steht aus den drei Kom­po­nen­ten 木 (= Holz), 夭 yāo (≠ Him­mel) und 高 gāo (= hoch). Die Theo­rie mit dem Holz war so­weit rich­tig. Aber wie mir mei­ne tai­wa­ne­si­sche Tan­dem-Part­ne­rin er­klärte, hat­te ich 天 tiān mit 夭 yāo ver­wech­selt. Die­ses Zei­chen sym­bo­li­siert hier die Über­da­chung, die Chi­ne­si­sche Brücken oft auf­wei­sen. Und dass Brücken hoch sind, muss ich ja nicht wei­ter er­klären.

I can buy to­ma­to­es.

Schaut man sich die­sen Satz an, kommt man leicht auf den Ge­dan­ken, dass I (= ich) im­mer ein Per­so­nal­pro­no­men [PP], can (= können) im­mer ein Verb [V] und to­ma­to­es (= To­ma­ten) im­mer ein Sub­stan­tiv [N] ist.

PPVVN.
Icanbuyto­ma­to­es.
Und si­cher­lich ist das auch in den meis­ten Fällen so. Wenn man aber einen gu­ten Wort­ar­ten-Tag­ger bau­en möchte, dann können sol­che An­nah­men zur Sen­kung der Ge­nau­ig­keit führen. Das zei­gen die fol­gen­den Bei­spie­le:
PPVVNPRPDETN.
Icanbuyto­ma­to­esinacan.
Hier kommt can (= können, Do­se) so­wohl als Verb [V] als auch als Sub­stan­tiv [N] vor.
NVPRPDETN.
Ice­cramstartswithanI.
Hier ist I (= I) ein Sub­stan­tiv [N]. Es könn­te so­gar als (römi­sche) Zahl ver­wen­det wer­den, ist al­so kei­nes­falls im­mer ein Per­so­nal­pro­no­men [PP].
PPVDETN.
Heto­ma­to­esthesoup.
Ja, to to­ma­to (= etw. mit To­ma­ten ver­set­zen) kann so­gar ein Verb [V] sein. In der mo­der­nen eng­li­schen Um­gangs­spra­che hat das zu­gehöri­ge Par­ti­zip II to­ma­to­ed so­gar noch ganz an­de­re Be­deu­tun­gen als mit To­ma­ten ver­setzt. Die­se sind (nach auf­stei­gen­der Ver­wen­dungshäufig­keit):**
  1. Je­mand ist to­ma­to­ed, wenn er so hart an­ge­schla­gen wur­de, dass das Blut aus ihm her­aus­spritzt, wie der Saft aus ei­ner To­ma­te.
  2. Je­mand ist to­ma­to­ed, wenn er so viel (Al­ko­hol) ge­trun­ken hat, dass ihm das Blut ins Ge­sicht schießt und sein Kopf rot wie ei­ne To­ma­te wird.
  3. Zwei Per­so­nen sind to­ma­to­ed, wenn sie nicht zu­sam­men aus­ge­hen, aber auch nicht nur Freun­de sind. Bei­de wis­sen nicht recht, ob sie mit­ein­an­der aus­ge­hen wol­len, aber sie ma­chen trotz­dem die­sel­ben Sa­chen wie Part­ner ei­ner nor­ma­len Be­zie­hung. Der Na­me rührt da­her, dass man bei ei­ner To­ma­te nicht so ge­nau weiß, ob es ein Obst oder ein Gemüse ist, ge­nau­so wie man nicht so ge­nau weiß, ob die bei­den Be­trof­fe­nen Fick­freun­de oder Freun­de mit ge­wis­sen Vorzügen sind.


*Re­du­pli­ka­ti­on ist ei­ne in vie­len Spra­chen der Welt ge­bräuch­li­che Wort­bil­dungs­me­tho­de, um die ver­schie­dens­ten Din­ge aus­zu­drücken, im Deut­schen u. a. zur Hy­po­ko­ris­men­bil­dung. (s. auch hier)
**Al­le Be­deu­tun­gen sind ent­nom­men aus dem Ur­ban Dic­tio­na­ry.

Freitag, 12. Juni 2015

Seven Doors Game


English

I in­ven­ted a little browser game. There are sev­en levels and in each level you have to open the cor­rect door. Sounds easy, right? By ran­domly open­ing the doors, your prob­ab­il­ity of suc­cess is around 0.02%. With a good strategy it is even lower than 19%.

Don’t change your URL bar dur­ing the game. Don’t use the for­ward and the back­ward but­tons of your browser.

If you want to save the game, you can just copy the full URL and paste it later on.

Edit: You must ac­tiv­ate JavaS­cript for the game.

Edit 2: Click on the title before playing the game.



Freitag, 5. Juni 2015

Bitch ~ Witch


Deutsch

Ich wur­de ge­fragt, ob denn die eng­li­schen Wörter witch (= He­xe) und bitch (= Schlam­pe) ver­wandt sei­en. Doch nur, weil die­se bei­den Wörter oft im sel­ben Kon­text auf die­sel­be Per­so­nen­grup­pe be­zo­gen ver­wen­det wer­den, ist das noch lan­ge kein In­diz für Wort­ver­wandt­schaft. (Zum Bei­spiel gibt es kei­ne Ver­wandt­schaft zwi­schen den ähn­li­chen Wörtern witch und wi­zard (= He­xer)[1].) Ich sag­te vorläufi­ger­wei­se, dass höchst­wahr­schein­lich kei­ne Wort­ver­wandt­schaft be­ste­he, die Wörter sich aber even­tu­ell das glei­che sinn­tra­gen­de Suf­fix tei­len. Bis ins Alt­eng­li­sche kann man die Wörter auf ei­nem Weg zu wiċċe und biċċe zurück­ver­fol­gen, doch dann schla­gen sie un­ter­schied­li­che We­ge gen Ur­ger­ma­nisch ein. Ich ha­be mir im Wiktio­na­ry noch ei­ni­ge an­de­re Wörter auf -itch an­ge­schaut und auf An­hieb kein wei­te­res ge­fun­den, was im Alt­eng­li­schen auf -iċċe en­det, was die Ver­mu­tung mit dem glei­chen Suf­fix noch be­kräftigt. Lei­der ha­be ich da­zu auf die Schnel­le nicht so viel ge­fun­den. Ver­mut­lich war -iċċe die weib­li­che Form zu -iċċa (wiċċa = He­xer). Das Deut­sche Pen­dant zu bitch ist übri­gens Pet­ze, wel­ches im Deut­schen früher, wie im Eng­li­schen noch heu­te, ei­ne Hündin be­zeich­ne­te. Witch be­sitzt kein neu­hoch­deut­sches Äqui­va­lent; He­xe ist ver­wandt mit hag (= He­xe)[2].

Zum Ab­schluss noch einen zum The­ma pas­sen­den eng­li­schen Zun­gen­bre­cher:
Three Swiss witch-bit­ches, which wis­hed to be swit­ched Swiss witch-bit­ches, wish to watch Swiss Swatch watch swit­ches. Which Swiss witch-bitch which wis­hes to be a swit­ched Swiss witch-bitch, wis­hes to watch which Swiss Swatch watch switch?

[1]Die An­nah­me von Wal­ter Wil­liam Ske­at, dass witch (eben­so wie wi­zard) mit wi­se ver­wandt sei, fin­det un­ter den Lin­guis­ten von heu­te kei­ne Ak­zep­tanz. Vgl. Wi­ki­pe­dia: Witch (word).
[2]Man kennt viel­leicht (im Eng­li­schen so­wie im Deut­schen) die be­lei­di­gen­de Be­zeich­nung old hag, al­so al­te He­xe, für ei­ne älte­re Da­me.

Montag, 1. Juni 2015

Konfigedicht


Deutsch

Als Red­ner auf der Kon­fir­ma­ti­ons­fei­er mei­ner Schwes­ter Ta­bea schrieb ich ein et­was länge­res Ge­dicht, wel­ches ich mit ih­rer Zu­stim­mung der Netz­ge­mein­schaft nicht vor­ent­hal­ten möchte. Das Ge­dicht ist natürlich sehr persönlich, aber man ver­steht es auch, wenn man die be­dich­te­te Per­son nicht kennt.

Konfigedicht von Tilly Dö

Beechen, ich seh es Dir schon an:
„Ist der jetzt etwa auch noch dran?“
Auf jeder Feier gibt’s so einen:
Ein’, der meint, er könne reimen!
Nur, weil man Reime aneinanderhängt,
Ist man doch lange kein Talent!
Trotzdem hab ich was verfasst –
Seht, auf der Eule sitzt ein Ast!
(Ja, das war ein schlechter Reim,
Doch mir fiel nix Bess’res ein.)
„Was labert der denn für ein’ Scheiß?“,
Wirst Du Dich fragen, doch ich weiß,
Dass Du nicht hören willst bestimmt,
Wie das Gedicht die Wendung nimmt.
Denn als Dein Bruder muss ich sagen:
Dir wollt’ ich öfter an den Kragen!
Ja, dieses Unschuldsengelchen
Ist in der Tat ein Bengelchen.
Haut mich, höhnt mich, lacht mich aus,
Streckt mir auch die Zunge raus;
Diese Terrormachmaschine
Nervt mich mit der Violine;
Mampft mir das letzte Essen weg
Und so weiter – meck, meck, meck.
Ich will nicht sein ein schlechter Christ,
Der alles mit der Goldwaag’ misst.
Sondern ich will ehrlich sein:
Du bist und bleibst ein Schw…esterlein,
Wie es ein jeder haben will –
Hast Du geglaubt, ich sei jetzt still?
Was wäre das denn für ein Ende,
Ganz ohne wohlgemeinte Wende?
Ich sprach noch nicht von guten Dingen
Und kann nur einen Auszug bringen:

Ich fang mal in der Schule an,
Denn da beginnt der Werdegang.
Ob für Mathe oder Sport –
Jeden Morgen bist Du dort:
In der Schule, einem Laden,
In dem sie Dich in Wissen baden.
Nicht jedes Wasser willst Du spüren,
So kann Physik Dich nicht verführen.
Doch auch, wenn Dir mal unklar ist,
Warum Du lernst all diesen Mist:
Schaden wird Dir sicher nicht,
Zu lernen, wie man Zahlen bricht.
Doch Dir brauch ich’s nicht weißzumachen,
Denn dann würdest Du nur lachen. –
Ja, vergliche man uns zwei,
Säh’ man, dass in vielerlei
Hinsicht Du, dass ich mich huder,
Besser bist als ich, Dein Bruder.
Chemie, Musik und Pflanzenkunde,
Religions- und Englischstunde –
Allseits bist Du ohne Witze
Vorne an der Klassenspitze.
Und scheiß auf Not’n für Mitarbeit,
Die Lehrer sind noch nicht bereit,
Einzuseh’n, dass mancher dann
Ruhig ist, wenn er’s einfach kann.
Von den Noten aus der Schule
Geht’s zun Noten für Bambule:
Ich weiß noch, wie’s Gefiedel ging,
Als Beechen an-, zu geigen, -fing:
„Kater Franz, Kater Franz
Hält die Mäuse fest am Schwanz.“ –
Das war eins der ersten Lieder,
Die zu Hause hallten wider.
Doch jeder Künstler fing einst klein
An, wollt’ er mal Meister sein.
Und ein Meisterchen, hör zu,
Das bist mittlerweile Du.
Spielst im Duo und Orchester –
Das ist meine große Schwester!
Und nicht nur Streichen kann sie gut,
Singen hat sie auch im Blut.
So ist sie nach dem Unterricht
Jeden Mittwoch sehr erpicht,
Dem Schulauftritt etwas zu nützen
Und den Chor zu unterstützen.
Ist die Schule endlich aus,
Geht Beechen dann vergnügt nach Haus.
(Beziehungsweise wird’s bald heißen:
„Tut sie vergnügt nach Hause reisen.“
Denn dann wohnt sie im Internat
Und dahin ist’s ’ne weite Fahrt.)
Zu Hause komm’ dann aus der Küche
Oft einfach herrliche Gerüche,
Denn Beechen ist’s, das voll abgeht,
Wenn es denn hinterm Herde steht.
Ob Suppe, Kuchen oder Ei,
Raclette od’ Kartoffelbrei –
Alles kriegst Du super hin,
Eine echte Zauberin.
Auf solche Frauen steh’n die Männer –
Glaub mir: Du wirst mal der Renner!
Anderen fällt Kochen schwer,
Die rufen dann die Feuerwehr.
Und sind sicherlich erfreut,
Dass Tabea sich nicht scheut,
Gänzlich ohne Eigennutz
Zu lernen, wie man Feuer trutzt.
Ich hoffe, dass in allen Zeiten
Dich Deine Wege werden leiten,
Ob zu Fahrrad, Flugzeug, Floß,
In offner Herzen Menschen Schoß.
Und kommst Du mal vom Teerweg ab,
So mach Dir doch ’nen Trampelpfad.
Das Lem besteht aus lauter Schritten
Und leider auch aus manchen Tritten. –
Mit einem ziemlich großen Schritt
Lässt Du die Kindheit heut’ zurück
Und betrittst das Jugendalter –
Alter Verwalter!
„Confirmatio“ ist Latein
Und soll der Tauf’ „Bestät’gung“ sein.
So wollt’st auch Du es tätigen
Und Deine Tauf’ bestätigen.
Ein Leben führ’n mit Gottes Segen
Willst Du und soll Dich bewegen,
So gut zu bleim, wie Du es bist:
Ein lieber Mensch und frommer Christ.
Auch weiß man: Du hast oft den Willen,
Deine Base mal down zu chillen.
Lass Dir nicht nehmen diese Ruh’,
Sondern bleibe einfach Du.
Denn in der Ruhe liegt die Kraft,
Mit der man einfach alles schafft.
Das könnte jetzt das Ende sein,
Doch ich hatt’ Lust, noch mehr zu reim’.
Vielleicht willst Du all das gar nicht wissen
Und findest Paarreim auch beschissen,
Doch ich hab noch was im Tütchen –
Dauert auch nur ein Minütchen.

Zu guter Letzt höret euch an,
Wofür Tabea gar nichts kann:
Denn sie hat, als sie ward geboren,
Ihren Nam’ nicht selbst erkoren.
„Tabea“, das kommt auf die Schnelle
Aus dem Osten, heißt „Gazelle“.
Strahlend stolz und stark das Tier,
Genau so sitzt Du heute hier.
Ein ähnlich’ Tier vom Typus Wild
Ist auch Dein Steinbock-Sternenbild.
Sicher auch in Bergeshöh’n,
So wirst Du durch’s Leben geh’n.
Und es kommt noch eine Sache:
In China wärest Du ein Drache!
Demnach ein Perfektionist,
Belebt, beliebt, begabt Du bist. –
Ich sehe schon die Ersten gähnen
Und hier und da Verzweiflungstränen. –
„Wann hört der Kerl denn endlich auf,
Wann stoppt er seiner Rede Lauf?“ –
Drum sei gesagt, dass ich sie schrieb,
Nur um zu sag’n: Ich hab Dich lieb.
Und weil ich eh wann enden muss,
Sei doch einfach dies der S c h l u s s.