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Dienstag, 29. September 2015

Andorische Erwartungswerte


Deutsch

Nach­dem im Urlaub fleißig Legen­den von An­dor ge­spielt wurde, ein kurzer Bei­trag dazu ...
Die Stärke des Dra­chens wird mit drei schwar­zen Würfeln (6, 8, 8, 10, 10, 12) erwürfelt. Dabei wer­den glei­che Zah­len addiert und es wird der höchstmögli­che Wert genommen. Zum Bei­spiel ha­ben die Würfe (6, 6, 10) und (8, 8, 8) die Wer­te 12 und 24. Da man den Erwar­tungs­wert dabei nicht so leicht mit Zet­tel und Pa­pier aus­rech­nen kann, habe ich ein Pro­gramm ge­schrie­ben, dass den Erwar­tungs­wert be­stimmt. (Die­ser hätte uns natürlich beim Bekämpfen des Dra­chens mehr genützt als im Nach­hin­ein, aber jetzt gibt es ihn we­nigs­tens für zukünftige Schlach­ten.) Die Funktionen value1(u, v, w, x, y, z), value2(u, v, w, x, y, z) und value3(u, v, w, x, y, z) be­rech­nen den Erwar­tungs­wert für das Werfen von ei­nem, zwei und drei glei­chen Würfeln mit den übergebe­nen Au­genzah­len und ge­ben diesen aus.
AugenzahlenEW1EW2EW3
Normaler Würfel(1, 2, 3, 4, 5, 6)3,55,16,3
Weißer Würfel(4, 5, 5, 6, 6, 7)5,57,610,0
Schwarzer Würfel(6, 8, 8, 10, 10, 12)9,012,616,5


Donnerstag, 10. September 2015

Herbst und Winter


Deutsch

Am 23. September 2015 wird as­tronomi­scher Herbst­anfang sein. Damit hät­ten wir den Frühl­ing und den Som­mer abgehakt und können uns nun dem Über­stehen von Herbst und Win­ter widmen. Was wäre da ei­ne in­ter­essan­te­re Einläu­tung als die Wort­herkunft der bei­den Jah­res­zei­ten in ver­schiede­nen Spra­chen, wel­che die Vor­stellun­gen der (frühen) Spre­cher dersel­ben widerspiegeln?

Das deut­sche Wort Herbst ist verwandt mit dem eng­li­schen harvest (= Ern­te) und hatte die­se Bedeu­tung auch schon mit dem alt­hoch­deut­schen Vorfah­ren herbist. Im Eng­li­schen gibt es zwei Begriffe: Der amerikani­sche Begriff fall kommt vom Fal­len der Blät­ter von den Bäumen; der angelsächsi­sche Begriff autumn kam übers Französi­sche vom lateini­schen autumnus, wel­chem wieder­um die ur­in­dogermani­sche Wurzel *h₃euǵ (= kalt) zu­grun­de liegt. Abgeleitet davon ist auch das Es­pe­ranto-Wort aŭtuno; das französi­sche automne leitet sich eben­falls aus dem Lateini­schen ab.
Das chinesi­sche Zei­chen qiū setzt sich aus dem Komponen­ten (= Korn) und huǒ (= Feuer) zu­sammen. (Die al­ten Chinesen ver­brann­ten nämlich zur Herbstzeit ihre Fel­der, um Heuschre­cken­eier zu vernich­ten.)

Fazit: In ver­schiede­nen Spra­chen wurde der Herbst mit der Ern­te, dem Fal­len der Blät­ter, der Kälte oder dem Ver­brennen der Fel­der ver­bun­den.

Die Herkunft des deut­schen Wortes Win­ter ist nicht eindeutig geklärt. Die ei­ne Theorie ist, dass es sich um den nas­sen Mo­nat handelt und mit Was­ser verwandt ist; die an­de­re Theorie vermu­tet, dass ei­ne Verwandt­schaft mit dem galli­schen vin­do und/oder altiri­schen find in der Bedeu­tung weiß be­steht. Das eng­li­sche win­ter und es­pe­ranti­sche vin­tro gehören in densel­ben Wortstammbaum. Das französi­sche hiver gehört hingegen zum lateini­schen hiems, wel­ches vom ur­in­dogermani­schen *ǵʰim (= Win­ter, Schnee) kommt.
Das chinesi­sche Zei­chen dōng be­steht aus dem Komponen­ten zhǐ (= gehen) und bīng (= Eis). (Im Win­ter gehen die Leu­te auf dem Eise bzw. auf dem gefrorenen Boden.)

Fazit: In ver­schiede­nen Spra­chen wurde der Win­ter mit Was­ser, Schnee oder Eis ver­bun­den.

Aber bevor ich den Som­mer endgültig abhake, ent­lasse ich mich noch schnell für zwei Wo­chen in den Sommer­urlaub. Das bedeu­tet Blog­stille bis zum 24. September. – Adi­os Amigos!

Samstag, 5. September 2015

Linguistik Meetup Berlin-Potsdam


DeutschEnglish

Am 4. September fand das zweite jährli­che und von den Studen­ten der Universitä­ten in Berlin und Potsdam or­ganisier­te Lingu­is­tik Meet­up Berlin-Potsdam in Potsdam statt. Wir wa­ren da!
Mei­ne persönli­chen Ein­drüc­ke – ein kurzer Über­blick:
  • Durch ei­ne schnel­le Kennenlernrun­de am Anfang wurde schon mal das Eis zwi­schen den Teilnehmern gebro­chen. So konnte ich fest­stel­len, dass ich wohl der einzige an­wesen­de Computerlingu­ist war. Die Or­ganisati­on war super, nur die Namens­schildchen ha­ben gefehlt.
  • Es gab in­ter­essante Vor­träge zu den Themen chinesi­sche Deutsch­lernen­de, Stei­gerungs­formen im bri­ti­schen Eng­lisch, Weil-V2-Sät­ze im Mit­tel- bis Neuhoch­deut­schen, Subjekt/Objekt-Asym­metrie im Russi­schen und Bildungs­spra­che in der Schule.
  • Vi­elleicht halte ich ja nächstes Mal selbst ei­nen Vor­trag, wer weiß.

On September 4 the sec­ond annual Linguis­tics Meet­up Berlin-Potsdam orga­nized by the students of the uni­versities in Berlin and Potsdam took place in Potsdam. We were there!
My person­al im­pres­sions—short overview:
  • Due to a quick speed dating at the be­ginning the ice among the partic­ipants already was bro­ken. So I could re­alize that I prob­a­bly was the only present compu­tational linguist. The orga­nizing was superb, I just mis­sed the name badges.
  • There were inter­est­ing presentations about Ch­inese German learners, compa­ra­tion in British En­glish, weil clauses in Mid­dle to Modern High German, subject/object asymme­try in Russian and eru­dite language in schools.
  • Maybe I my­self will speak about some­thing the next time, who knows.

Dienstag, 1. September 2015

Bahnane


Deutsch

Ein Gedicht nach mei­nem heutigen Besuch im Berli­ner Tier­park:

Bahn­ane von Tilly Dö

War im Zoo ein braver Affe,
Doch ihn nervte die Giraffe,
Die im­mer, wenn er ab­seits saß,
Von all sei­nen Bananen fraß.
Also hat er in der Nacht
Einfach sich davon gemacht.

Der Affe schwang vom Zoo davon
Und stieg in ei­nen Bahnwa­gon,
Wel­cher war gefüllt mit Leu­ten,
Die sich übern Affen freu­ten.
Doch der be­stellte zur Schikane
Der Bedie­nung ’ne Banane.